Wie ein Schallplattenspieler aus Rillen Klang macht
Das Prinzip ist so genial wie raffiniert: Die Nadel folgt den mikroskopisch kleinen Wellen in der Rille, während der Tonabnehmer am Ende des Tonarms diese Bewegungen in elektrische Impulse übersetzt. Da dieses analoge Signal naturgemäß extrem leise ist, benötigt es eine präzise Entzerrung und Vorverstärkung, um für Deinen Hauptverstärker überhaupt nutzbar zu sein.
Drei Baugruppen entscheiden über die Qualität:
- Laufwerk mit Teller, Lager und Antrieb für ein konstantes Drehmoment
- Tonarm für eine spurtreue, reibungsarme Führung der Nadel
- Tonabnehmer als eigentlicher Wandler von Bewegung zu Spannung
Wenn die Drehzahl unruhig wird, wandert sofort die Tonhöhe. Ein perfekter, stabiler Gleichlauf ist daher das oberste Ziel im Plattenspielerbau, was den enormen konstruktiven Aufwand beim Antrieb erklärt.
Tonabnehmer und Entzerrung
Der Tonabnehmer bildet das klangliche Herzstück des Plattenspielers. Die HiFi-Welt unterscheidet dabei im Wesentlichen zwischen zwei Systemen: Während die weit verbreiteten MM-Systeme (Moving Magnet) als unkomplizierte Allrounder überzeugen, bieten MC-Systeme (Moving Coil) eine noch feinere Auflösung und tiefere Detailtreue - sie stellen allerdings auch höhere Ansprüche an die nachgeschaltete Vorverstärkung.
Das ausgelesene Tonsignal folgt nicht direkt der Aufnahme. Beim Schneiden der Langspielplatten werden tiefe Frequenzen abgesenkt und hohe angehoben, sonst würde die Rille zu breit oder das Rauschen zu laut. Ein Phono-Vorverstärker dreht diese RIAA-Kennlinie wieder um, das Signal wird entzerrt und in seine natürliche Balance zurückgeführt.
Tipp: Achte besonders auf die Nadelnachgiebigkeit. Schwere Tonarme harmonieren am besten mit härter aufgehängten Tonabnehmern, während leichte Tonarme eine weichere Aufhängung voraussetzen. Dieses feine Zusammenspiel der Mechanik ist für das spätere Klangergebnis absolut ausschlaggebend.
Was unterscheidet einen Plattenspieler von Bandmaschine und Kassettendeck?
Plattenspieler, Bandmaschine und Kassettendeck speichern Musik alle analog, aber auf grundverschiedene Weise. Die Platte trägt die Information mechanisch in einer Rille. Bandmaschine und Kassettendeck arbeiten magnetisch, sie schreiben das Signal auf eine beschichtete Folie.
Der praktische Unterschied im Alltag:
- Plattenspieler - sofortiger Zugriff auf jeden Titel, sichtbare Mechanik, breites Software-Angebot
- Bandmaschine - höchste analoge Klangqualität bei Masterbändern, dafür aufwändiger im Handling
- Kassettendeck - kompakt und mobil, klanglich aber begrenzt
Welches Gerät passt zu Dir?
Die Entscheidung für das richtige Modell richtet sich ganz nach Deinen persönlichen Ansprüchen und den Komponenten Deiner bestehenden Anlage. Die folgenden drei Orientierungspunkte helfen Dir bei der Auswahl:
- Für Einsteiger und Genießer: Ein spielfertiges Modell mit bereits ab Werk montiertem Tonabnehmer nimmt Dir das komplizierte Einstellen ab. Auspacken, anschließen und sofort den echten Schallplattenklang genießen.
- Für Fortgeschrittene mit bestehender Anlage: Wenn Deine Lautsprecher und Dein Verstärker bereits sehr detailreich spielen, lohnt sich ein feiner abgestimmtes Laufwerk, um noch mehr Räumlichkeit und Tiefe aus der Musik herauszuholen.
- Die kompromisslose Spitzenklasse: Massive Plattenteller, vom Motor isolierte Gehäuse und edelste Tonabnehmer garantieren ein absolut störungsfreies und lebendiges Live-Gefühl im Hörzimmer.
Bei McIntosh und Revox erhälst Du Laufwerke, die mechanisch und elektrisch bis ins kleinste Detail durchdacht sind.
Bring gerne Deine Lieblingsalben mit und erlebe die verschiedenen Laufwerke hautnah bei einem exklusiven Hörtermin in unserem Showroom. Passenden Nachschub fürs Regal findest Du in unserer Auswahl an hochwertigen Vinyl-Schallplatten.
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